Zucker und Honig

DIE SÜßE DES LEBENS

Geschrieben von 
Frauke Ostermann ÖKOTROPHOLOGIN UND ERNÄHRUNGSBERATERIN

Die Auswahl an süßen Lebensmitteln ist groß. Produkte mit zugesetztem Zucker, Süßungsmitteln oder Zuckeralternativen sowie süße Lebensmittel natürlichen Ursprungs – vielen Menschen ist der Unterschied nicht bewusst und sie sind sich nicht sicher, was das beste Mittel zum Süßen ist, wie viel sie davon genießen können und worauf sie allgemein beim Verzehr von süßen Lebensmitteln achten sollen. Wir wollen das ändern!

DIE WELT DER SÜßEN LEBENSMITTEL

Zur Erklärung und für einen guten Überblick werden wir hier 3 Kategorien einteilen: Süßungsmittel, Zucker bzw. Zuckeralternativen und süßes Obst. Nachfolgend werden wir diese 3 Kategorien genauer erklären und die gesundheitlichen Vor- und Nachteile aufzeigen.

SÜßUNGSMITTEL

Zu den Süßungsmitteln zählen Süßstoffe wie Aspartam oder Saccharin und Zuckeraustauschstoffe bzw. Zuckeralkohole wie Xylit oder Sorbit. Diese Stoffe haben gemein, dass sie meist synthetisch hergestellt werden, (fast) keine Kalorien aufweisen und insulinunabhängig verstoffwechselt werden. Und das ist auch der große Vorteil von Süßungsmitteln. Der große Nachteil ist, dass man (besonders früher) dachte, Lebensmittel mit Süßungsmitteln ohne weiteres verzehren zu können und auch Diabetikern empfohlen wurden. Heutzutage weiß man, dass beim Verzehr von Süßungsmittel aufgrund des Fehlens des eigentlichen Zuckers (das Einzige, was unser Körper mit „süß“ verbindet), unser Blutzuckerspiegel abstürzen und folglich Heißhunger entstehen kann. Viele Studien zeigen, dass der Austausch von Zucker zu Süßungsmittel nicht unbedingt mit einem Gewichtsverlust einhergeht. Es zeigen sich außerdem erste Hinweise, dass ein übermäßiger Verzehr von Süßstoffen unser Darmmikrobiom (Darmbakterien) schädigen kann.

Zuckeraustauschstoffe sind allgemein positiver zu bewerten als Süßstoffe, außerdem haben einige (Bsp. Xylit) positive Einflüsse auf unsere Zahngesundheit. Aber auch hier ist bei einem übermäßigen Verzehr Vorsicht geboten – Zuckeraustauschstoffe können abführend wirken!  

ZUCKER UND ZUCKERALTERNATIVEN

Neben dem normalen Haushaltszucker umfasst diese Gruppe u.A. Glukose-Fruktose-Sirupe, die oft in der industriellen Lebensmittelherstellung eingesetzt werden, sowie Honig, Ahorn- und Agavensirup, brauner Zucker, Kokosblütenzucker, Molasse und Dattelzucker.

Sie sind nicht synthetisch hergestellt, sondern sind natürliche Lebensmittel bzw. werden aus diesen gepresst oder extrahiert. Anders als Süßungsmittel enthalten sie Kalorien und einfache Kohlenhydrate. Folglich steigt auch nach dem Verzehr der Blutzuckerspiegel.

Wir alle wissen wohl, dass Zucker nicht besonders gesund ist und wir möglichst wenig davon verzehren sollten. Aber wie sieht es mit den unterschiedlich Zuckeralternativen aus? Da sie alle in der üblichen Verzehrmenge einen ähnlichen Gehalt an Kalorien und Ballaststoffen aufweisen, sind für die gesundheitliche Beurteilung vor allem diese Faktoren wichtig: der Mikronährstoff- und der Fruktosegehalt.

Viele Menschen entscheiden sich für Zuckeralternativen, da diese Lebensmittel mit einem höheren Mikronährstoffgehalt werben und oft als “natürlicher” wahrgenommen werden als der raffinierte Haushaltszucker. Und grundsätzlich stimmt es: Je weniger verarbeitet und je näher am „Ursprungsprodukt“, desto mehr Mikronährstoffe sind enthalten. Allerdings ist der Unterschied nur klein. Die einzigen beiden Zuckeralternativen, die wirklich nennenswerte Mengen an Mikronährstoffen enthalten, sind Dattelzucker und dunkle Molasse.

Zu erwähnen ist an dieser Stelle Honig: Dieser liegt zwar im Vergleich im Mittelfeld, besitzt aber wertvolle antibakterielle Eigenschaften.

Der zweite Gesichtspunkt ist der Fruktosegehalt. Ein hoher Anteil an Glukose im Lebensmittel lässt unseren Blutzuckerspiegel schneller steigen. Ein hoher Anteil an Fruktose jedoch baut vermehrt Fettzellen, besonders die des „gefährlichen“ viszeralen Bauchfetts auf und hat so auch weitere gesundheitsschädliche Auswirkungen. Hier schneiden ganz besonders die Fruktose-Glukose-Sirupe schlecht ab, aber auch Agavensirup. Lebensmittel, die künstlich viel Fruktose enthalten, da sie z.B. mit Fruktose- oder Agavensirup gesüßt sind, sollten demnach gemieden werden.

Obst

OBST

Obst ist ein natürliches und vollwertiges süßes Lebensmittel. Vielen Menschen ist wahrscheinlich bewusst, das Obst auch das Gesündeste ist. Doch warum eigentlich? Schließlich enthält es ja auch Zucker und vor allem Fruktose. Nun, auch hier ist vor allem der hohe Gehalt an Ballaststoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Mikronährstoffen entscheidend. Ballaststoffe „puffern“ den blutzuckersteigernden Effekt von Zucker effektiv aus. Sie sind daher extrem wichtig, wenn man Süßes zu sich nimmt. Studien haben gezeigt, dass auch sekundäre Pflanzenstoffe positive Auswirkungen auf unseren Blutzuckerspiegel haben. Neben ihren anderen gesundheitsfördernden Eigenschaften ist dies noch ein Grund, warum die sekundären Pflanzenstoffe in Obst so wertvoll sind. Bei der Fruktose kommt es auf die Menge an. Die natürliche enthaltene Menge in Obst stellt für unseren Körper kein Problem dar, anders als die künstlich zugesetzte Fruktose in industriell verarbeiteten Lebensmitteln.

So gesund Obst ist, so ungesund können Fruchtsäfte sein. Ihnen fehlen Ballaststoffe meist gänzlich und wenn sie nicht grade frisch gepresst sind, auch der Großteil ihrer natürlich enthaltenen Mikronährstoffe. Demnach sollten Fruchtsäfte, anders als „ganzes“ Obst, als Süßigkeit gesehen werden.

Getrocknetes und fermentiertes Obst liegt sozusagen in konzentrierter Form vor. Es weist deshalb auch einen höheren Zucker- und Kaloriengehalt auf und verleitet uns dazu mehr zu verzehren. Die Empfehlung lautet hier deshalb: Verzehren Sie nur so viel, als wenn es „frisches Obst“ wäre.  Also ca. 2 bis max. 5 Portionen am Tag (je nach individuellen körperlichen Voraussetzungen). Dieses „verarbeitete“ Obst sollte frisches nicht ersetzen, kann aber ab und an eine gute Alternative darstellen, da es auch die wertvollen Inhaltsstoffe in konzentrierter Form enthält. Besonders wenn z.B. unterwegs oder im stressigen Alltag der Verzehr von Obst ansonsten zu kurz kommt.

FAZIT – SO SOLLTEN SIE SÜßES GENIESSEN

Obst stellt mit Abstand das gesündeste süße Lebensmittel dar und sollte aufgrund seines hohen Anteils an Ballaststoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen bestenfalls täglich verzehrt werden. Die Fruktose in Obst ist in einer weitaus geringeren Konzentration enthalten, als in vielen anderen verarbeiteten Lebensmitteln und wird außerdem von den vielen gesundheitsfördernden Stoffen in Obst „ausgepuffert“.

Ziel sollte es immer sein langfristig die Menge und Intensität von süßen Lebensmitteln zu reduzieren und sich langsam zu „entwöhnen“. Deswegen ist auch der übermäßige Verzehr von Süßungsmitteln nicht empfehlenswert. Ab und an etwas Süßes ist aber absolut in Ordnung und sollte nicht „verboten“ werden. Hierbei sollten Sie aber einiges beachten:

Frau hält in der einen Hand einen Apfel, in der anderen einen Donut
  • Bei Appetit nach etwas Süßem sollte Obst in jeglicher Form (außer abgepackte Fruchtsäfte) die erste Wahl sein.
  • Um Speisen zu süßen, wählen Sie die Zuckeralternative, die möglichst reich an Nährstoffen und arm an konzentrierter Fruktose ist. Dattelzucker oder Molasse sind empfehlenswert.
  • Wenn Sie etwas Süßes essen, sollten Sie gleichzeitig auch Ballaststoffe zu sich nehmen, da diese den Blutzuckeranstieg positiv beeinflussen. Zum Beispiel in Form von Früchten, Vollkornmehl oder Nüssen.
  • Da unser Körper mit Kohlenhydraten (also Zucker) morgens besser umgehen kann und unser Blutzuckerspiegel nicht ganz so stark ansteigt wie abends, sollten süße Speisen bestenfalls morgens bis mittags verzehrt werden.

UNSERE PERSÖNLICHE EMPFEHLUNG FÜR SIE

FAMVITAL - Fermentierte Limette, 100 g
Limette mal anders – der gesunde Snack mit Mehrwert!
Fermentierte Limette, 100 g
€ 9,90
(€ 99,00 / 1 kg)
Produktdetails>
FAMVITAL - Fermentierte KUMQUAT, 100 g
Kumquat mal anders – der gesunde Snack mit Mehrwert!
Fermentierte KUMQUAT, 100 g
€ 9,90
(€ 99,00 / 1 kg)
Produktdetails>
FAMVITAL - Fermentierte POMELO, 100 g
Pomelo mal anders – der gesunde Snack mit Mehrwert!
Fermentierte POMELO, 100 g
€ 9,90
(€ 99,00 / 1 kg)
Produktdetails>
FAMVITAL - Fermentierte Orange, 100 g
Orange mal anders – der gesunde Snack mit Mehrwert!
Fermentierte Orange, 100 g
€ 9,90
(€ 99,00 / 1 kg)
Produktdetails>
image loader