Spruch "Es heißt "Mindestens haltbar bis..." und nicht "Tödlich ab..""

EIN DATUM UND SEINE FOLGEN

Geschrieben von
Christiane Kaminski
BLOGGERIN FÜR WOHLBEFINDEN
UND NACHHALTIGKEIT

Mal ehrlich – was denken Sie, wenn Sie ein Produkt in Händen halten und das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) sehen? Wie sehr beeinflusst es Ihre Kaufentscheidung und was tun Sie mit Lebensmitteln, deren MHD überschritten wurde?

Ein Thema, das auch für uns bei FAMVITAL von großer Bedeutung ist, denn leider geht der Begriff der Mindesthaltbarkeit immer noch mit vielen Irrtümern einher – was zu weitreichenden Folgen und vor allem Lebensmittelverschwendung führt.
Daher möchten wir Sie einerseits mit ein paar wichtigen Infos versorgen und außerdem motivieren, uns bei der Vermeidung von unnötigem Müll zu helfen. Und das, während Sie übrigens ganz nebenbei Geld sparen!

DIE REALITÄT IN ERSCHRECKENDEN ZAHLEN

Erst mal ein paar Fakten:
Mehr denn je werden Lebensmittel grundlos weggeworfen, im Glauben, dass sie quasi am Tag nach dem angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum verdorben sind.
Laut dem WWF sind das in Österreich jährlich rund 1 Million Tonnen noch genießbare Lebensmittel, die grundlos entsorgt werden – und hier wird nur vom privaten Bereich gesprochen! Eine Zahl, die man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen muss. Das sind pro Haushalt knapp 133 kg, mit denen wir sogar über dem EU-Durchschnitt liegen.

WAS BEDEUTET’S DENN NUN WIRKLICH?

„MHD“, „Verbrauchsdatum“…, Begriffe, die durchaus für Verwirrung sorgen.

Laut harmonisiertem EU-Recht (Österreichische Fassung) bzw. schweizerischem Recht ist das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ein vorgeschriebenes Kennzeichnungselement, das auf Fertigpackungen von Lebensmitteln anzugeben ist. Da auch Nahrungsergänzungsmittel rechtlich zu den Lebensmitteln zählen und somit mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen sind, möchten wir etwas mehr Licht ins Dunkel bringen.
Tatsächlich kann man nämlich fast alle Lebensmittel auch noch mehrere Tage bis Monate über das MHD hinaus bedenkenlos verzehren.

Mann, der überlegt, was er tun soll

Per Definition gibt das Mindesthaltbarkeitsdatum den Zeitpunkt an, bis zu welchem ein Hersteller garantiert, dass das Lebensmittel seine Eigenschaften (z. B. den Geschmack) und den Nährwert behält, sofern das Produkt bis dahin ungeöffnet und richtig gelagert wurde.
Es sagt nicht automatisch, dass es ab diesem Tag verdorben ist! Lebensmittel dürfen sogar nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch verkauft werden, wenn sichergestellt werden kann, dass sie in einwandfreiem Zustand sind.

Das sogenannte „Verbrauchsdatum“ hingegen ist für besonders empfindliche und schnell verderbliche Lebensmittel vorgeschrieben. Es gibt an, bis wann ein solches Produkt verkauft werden darf. Dazu zählt z. B. Fleisch, das somit aufgrund der Gesundheitsgefahr durch mögliche Keime nach dem Verbrauchsdatum somit auch nicht mehr gegessen werden sollte.
Man darf diese beiden Angaben also nicht verwechseln!

GELD SPAREN UND PRODUKTE RETTEN!

Viele unserer Hersteller versehen ihre Produkte sogar mit einem vorzeitigen Mindesthaltbarkeitsdatum, um für noch mehr Sicherheit zu sorgen.
Umgekehrt sind wir stets bemüht, von diesen nur die neueste Ware aufzunehmen, sodass wir in unserem Sortiment auch von unserer Seite für möglichst lange einwandfreie Qualität sorgen können.
Trotzdem haben wir uns dazu entschlossen, Artikel mit nahendem MHD für unsere Kunden mit reduziertem Preis anzubieten.


Besuchen Sie unsere “Beste Reste-Ecke” und stöbern Sie durch alle Angebote!
Vielleicht finden Sie genau Ihr Lieblingsprodukt zu einem tollen Preis und helfen uns somit auf dem Weg zu weniger Müll und der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.
Wir freuen uns und sagen schon jetzt Danke für Ihre Unterstützung!

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